So planen Sie Erste Hilfe, persönliche Medikamente und Arzneimittellagerung für einen Stromausfall in Österreich.
Eine Hausapotheke hilft bei kleineren Beschwerden und Verletzungen, ersetzt aber keine medizinische Notfallversorgung. Planen Sie im Voraus, wie Sie Ihre persönliche Dauermedikation und eventuell kühlpflichtige Arzneimittel sicher handhaben.
Bauen Sie Ihre Notfallapotheke in drei Modulen auf — von der Basisversorgung bis zur Spezialmedizin
Verbandmaterial und Hilfsmittel für kleinere Verletzungen und Beschwerden.
Für Menschen mit Dauermedikation — Vorrat und Notfallplan individuell abstimmen.
Für längere Krisenszenarien und Familien mit Kindern oder Senioren.
Für jedes Arzneimittel gelten die Lagerhinweise auf der Verpackung und in der Gebrauchsinformation. Das BASG weist darauf hin, dass die meisten Medikamente bei Raumtemperatur bis 25 °C gelagert werden können; eine Kühlung ist nur nötig, wenn sie für das konkrete Präparat vorgeschrieben ist. Insulinpräparate unterscheiden sich außerdem je nach Produkt und danach, ob sie ungeöffnet oder bereits in Verwendung sind.
Bei einer Temperaturabweichung:
Notieren Sie möglichst Dauer und Temperatur und fragen Sie eine Apotheke, die behandelnde Praxis oder den Hersteller, bevor Sie sich auf das Präparat verlassen. Eine sichere Beurteilung allein nach Aussehen ist nicht möglich. Hinweise zur allgemeinen Lagerung bietet das BASG.
Die Checkliste nennt Arzneimittel, Verbandmaterial und Hilfsmittel für die persönliche Hausapotheke. Die Empfehlungen stammen unter anderem von der Österreichischen Apothekerkammer und dem Zivilschutzverband.
→ Zur Hausapotheken-ChecklisteDas Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen erklärt, warum die Lagerhinweise des jeweiligen Medikaments maßgeblich sind und weshalb nicht alle Arzneimittel gekühlt werden sollen.
→ Zu den BASG-LagerhinweisenBei lebensbedrohlichen medizinischen Notfällen ist in Österreich die Rettung unter 144 erreichbar. Der Euro-Notruf 112 ist ebenfalls verfügbar.
→ Informationen zum Notruf 144Laden Sie die Checkliste direkt herunter. Für den PDF-Zugriff ist keine E-Mail-Adresse erforderlich.
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Eine Grundausstattung umfasst Verbandsmaterial, sterile Wundauflagen, Pflaster, Einmalhandschuhe, eine Verbandsschere, eine Pinzette, ein Fieberthermometer und geeignete Haut- oder Wunddesinfektion. Ergänzen Sie persönliche, ärztlich verordnete Arzneimittel. Die passende Ausstattung hängt von Alter, Allergien und Gesundheitsbedarf im Haushalt ab; lassen Sie sich dazu in einer Apotheke beraten.
Eine für alle Personen und Medikamente gültige Vorratsdauer gibt es nicht. Besprechen Sie bei Dauermedikation rechtzeitig mit der behandelnden Praxis oder Apotheke, welche Reserve für Ihren Bedarf und Ihre Verordnung möglich ist. Halten Sie eine aktuelle Medikamentenliste bereit und verändern Sie Einnahme oder Dosierung nicht eigenständig.
Maßgeblich sind Verpackung und Gebrauchsinformation des jeweiligen Arzneimittels. Laut BASG können die meisten Medikamente bei Raumtemperatur bis 25 °C gelagert werden; Kühlung ist nur erforderlich, wenn sie für das konkrete Präparat angegeben ist. Bewahren Sie Arzneimittel in der Originalverpackung, trocken, lichtgeschützt und für Kinder unerreichbar auf.
Dafür gibt es keine allgemeingültige Stundenangabe. Die zulässige Temperatur und Dauer unterscheiden sich je nach Insulinpräparat und danach, ob es ungeöffnet oder bereits in Verwendung ist. Folgen Sie der Packungsbeilage; Insulin darf nicht einfrieren. Bei einer Temperaturabweichung notieren Sie Dauer und Temperatur und fragen Sie Apotheke, behandelnde Praxis oder Hersteller, bevor Sie sich auf das Präparat verlassen.
Beurteilen Sie die Wirksamkeit nicht allein nach Aussehen oder Geruch. Notieren Sie, wie lange und ungefähr bei welcher Temperatur das Arzneimittel gelagert wurde, und fragen Sie eine Apotheke, die behandelnde Praxis oder den Hersteller. Setzen Sie wichtige Medikamente nicht eigenständig ab, ersetzen Sie keine Dosis und frieren Sie das Präparat nicht ein.
Bei einer lebensbedrohlichen Situation in Österreich rufen Sie den Rettungsnotruf 144; der Euro-Notruf 112 ist ebenfalls erreichbar. Nennen Sie den genauen Ort, schildern Sie kurz, was passiert ist, und folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle.
Ihr nächster Schritt
Krisen-Hausapotheke
Persönliche Medikamente und Lagerung passend zum Präparat planen
Wasser desinfizieren
Keimfreies Wasser für Wundversorgung und Medikamenteneinnahme sichern
Blackout mit Kindern
Besondere Erste-Hilfe-Bedürfnisse von Säuglingen und Kleinkindern
Vorsorgebedarf berechnen
Medikamentenbedarf, Wasser und Nahrung für Ihren Haushalt kalkulieren